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Daniel Rangger: Die gute Fee kann ihre Wünsche an andere weitergeben, ich bin zufrieden mit meinem Leben

Der 27- jährige Völser Daniel Rangger ist von Geburt an schwerbehindert. Seine Kommunikationsmöglichkeiten sind eingeschränkt, trotzdem kommuniziert er offen und lebensfroh mit seiner Umwelt. 

Rangger2Daniels Mutter Barbara und die zwei Geschwister begleiten ihn zu uns ins RollOn-Büro und unterstützen ihn als „Sprachrohr“ beim Interview mit Mag. Katharina Bernhart von RollOn Austria.

Daniel liebt sein Leben.
Daniel verbrachte seine gesamte Schulzeit im Förderzentrum Elisabethinum in Axams, wo er 18 Jahre untertags gefördert wurde. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedete sich Daniel damals von seinen langjährigen Wegbegleitern im Elisabethinum, er fand anschl. für drei Jahre im Sozialen Zentrum „St. Josef“ in Mils wieder ein zu Hause. Von dort zog er - nach dem Tod seiner geliebten Bezugsperson Sr. Ursula - in eine Wohngruppe des Haus Franziskus nach Innsbruck.

1indexDaniel war voll motiviert und voller Tatendrang und fühlte sich gleich absolut wohl in seiner Wohngruppe. Er arbeitet dort bis heute ganztägig in den Werkstätten und malt liebend gerne seine Bilder.

Auch wenn er sehr froh über jede Art von Beschäftigung ist, freut er sich ebenso darüber nach einem langen Tag in sein Zimmer gehen zu können um sich auszuruhen und Zeit für sich zu haben.

Der tiefgläubige Daniel findet im Glauben viel Kraft.
Schicksalsschläge wie der Verlust seines Vaters prägten den jungen Mann, aber nichtsdestotrotz ließ er sich nicht entmutigen und ruft seine Lieben täglich im Himmel an.

7indexDer tiefgläubige Daniel findet im Glauben viel Kraft.

Daniel kommt aus einer wohl behüteten Familie. Er verbringt jedes Wochenende mit seiner Mutter und den beiden jüngeren Geschwistern zu Hause in Völs (Nähe Innsbruck). Seine Großeltern, nehmen den jungen Mann alle zwei Wochen zu sich. Der kommunikative Rollifahrer telefoniert liebend gerne und ruft u.a. jeden Tag seine Patin Christl an. Auch bei Problemen wendet er sich immer an sie, weil er seine Mutter und seine Großeltern nicht belasten möchte. 

4indexGestärkt durch seinen tiefen Glauben liebt er es aber ganz besonders mit seinem geistlichen Freund Br. Florian zur Messe ins Kloster zu gehen.

Seine Eltern haderten anfänglich mit dem Schicksal ihres ältesten Sohnes und hatten Angst davor seinen beiden gesunden Geschwistern keine Normalität bieten zu können.

Die Geschwister könnten sich ein Leben ohne Daniel gar nicht vorstellen.

Lachend erzählt uns seine jüngere Schwester Claudia eine Anekdote: Als die damals 10-jährige mit ihrem Bruder eines Tages zum Spaziergang aufbrach, war sie noch zu klein um den Weg - über die Rückenlehne seines hohen Rollstuhls hinweg - sehen zu können. Als sie merkte, dass ein Hindernis im Weg lag, nahm sie einfach mit dem Rolli Schwung und der Rolli überschlug sich mitsamt dem Daniel nach hinten, weil sie mit voller Wucht gegen einen Gartenschlauch fuhren. Während ihr der Schreck in den Gliedern saß, lag ihr Bruder lachend am Boden und auch heute noch kann er sich vor Lachen kaum halten, wenn seine Schwester diese Geschichte erzählt.

Die positive und fröhliche Lebenseinstellung von Daniel Rangger steckt an und es ist beispielgebend, wie er sich an kleinsten Dingen im Leben erfreuen kann.

Nur ein Herzenswunsch bleibt Daniel wohl verwehrt: Der Gang ins Kloster.

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