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Was uns kränkt

Wir leben in einem Land in dem immer noch die Behinderung als das Problem gilt und nicht die eigentlich behindertenfeindliche Gesellschaft.

Bis heute ist die Abtreibung bis kurz vor Einsetzen der Wehen straffrei, wenn eine ernste Gefahr besteht, dass das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde. Mit diesem Gesetz diskriminiert unser Rechtsstaat Menschen mit Behinderung schon im Mutterleib, indem er ein Leben mit Behinderung als weniger schutzwürdig und minderwertiger sieht als ein Gesundes, dies ist die Menschenwürde verletzend. Ja ein Leben mit Behinderung ist für alle und auch für die gesamte Familie eine Herausforderung und es bedarf jede Unterstützung, aber es ist lebenswert. Eine Behinderung ist nämlich kein Schadensfall, sondern eine Varietät des menschlichen Lebens!

- Stephanie Pletzenauer, Gemeinderätin in Fieberbrunn - Tirol

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Es kommt immer wieder vor, dass das Parkverbot auf Behindertenparkplätzen von nicht berechtigten Personen missachtet wird. Was passiert, wenn ein behinderter Mensch alle Behindertenparkplätze besetzt findet und sich auf einen „normalen“ Parkplatz stellen muss?

Es kommt sehr häufig vor, dass mann/frau eingeparkt wird, d.h. sie nicht mehr zum Auto kommen, da der Abstand zu schmal war. Das bedeutet: verzweifelt warten müssen, bis der Nachbar zu seinem abgestellten Fahrzeug zurückkommt, was manchmal sehr, sehr lange dauern kann.
Man bedenke auch, dass meist von normalen Abstellplätzen zum Gehsteig keine Abschrägungen vorhanden sind und dadurch die große Gefahr des Umkippens für RollstuhlfahrerInnen besteht. Für gehbehinderte Menschen heißt dies, dass sie längere Wegstrecken zurücklegen müssen, um ans Ziel zu gelangen.

- Katharina Wiesmüller, Kaprun - Salzburg

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Als Bittsteller und Opfer bezeichnet zu werden ist oft sehr entwürdigend, das sind jedoch häufig gewählte Darstellungsformen über Menschen mit Behinderungen.
Ja, viele von uns sind täglich auf Hilfe angewiesen und trotzdem wünschen wir uns, dass sich so manche "Seitenblicke-Menschen" dabei nicht ständig rühmen und bei jeder Gelegenheit öffentlichkeitswirksam „ihr soziales Federl anstecken“, wenn sie für uns Gutes tun.

- Marianne Hengl, Obfrau RollOn Austria

Marianne beim Dreh