Kontrast:  weiss auf blau blau auf weiss schwarz auf gelb gelb auf schwarz normal

RollOn-Austria präsentiert die Österreich-Kampagne „BIN ICH DIR PEINLICH? Du mir nicht!“

„Und, und, und?“, fragen die Freund*innen erwartungsvoll. „Wo ist der Haken?! Ist er einsam, hässlich, pervers?“ Schreckliche Vorurteile die diskriminieren und die Würde verletzen. Wenn sie eine Behinderung hat und er nicht, dann hat er wohl ein Helfersyndrom. Oder er ist krank im Kopf. Eine Begegnung, in der beide mutig, offen und neugierig aufeinander zugegangen sind und daraus Liebe wurde, können viele Menschen nicht verstehen.

RollOn FB Sabrina und Daniel 2021

„Frauen wie du“, glauben viele, „haben es besonders schwer, einen Mann zu finden.“ Schnell fügten sie hinzu, dass ich ja nicht schlecht aussehen würde, im Gegenteil. Und, um Gottes Willen, dumm wäre ich ja auch nicht – was ich schließlich alles erreicht hätte! Aber ich könne ja keine Radtour machen und auch keinen Tango tanzen, das müsse ich ja schon zugeben, oder?

Gott sei Dank gibt es ganz selbstverständlich Beziehungen wo eine Behinderung nicht permanent Thema ist. Eine Beziehung, in der ich meine Werte und meine Liebe ausleben kann. Und wo ich geliebt werde so wie ich eben bin. Teilweise zitiert von Anastasia Umrik.

RollOn-Obfrau Marianne Hengl: „Wir stehen offen zu unserer Behinderung und reden darüber, indem wir in Begegnungen versuchen Hemmschwellen und Berührungsängste abzubauen. Wir Menschen haben doch ganz viele unterschiedliche Nuancen: Jeder Mensch ist anders – auch behinderte Menschen kann man erst kennenlernen, wenn man sich die Zeit nimmt, sie unvoreingenommen von verschiedenen Seiten zu „beleuchten". Menschen mit Behinderung sind keine Wesen vom anderen Stern – sie müssen jedoch täglich große Herausforderungen überwinden, um im Leben zu bestehen. Das Leben betrifft uns alle. Und über jedem Pro und Kontra steht die Würde des Menschen – egal, wie er geboren wird. Deshalb sind wir alle gemeinsam gefragt, die nötigen Strukturen und faire Lebensbedingungen für alle zu schaffen.“

Marianne Hengl 1