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Lieber Sebastian Kurz!

Nachdem ich als langjährige ÖVP-Wählerin Ihr Wahlprogramm gestern kritisch und aufmerksam gelesen habe, ist es heute meine Pflicht als Obfrau von RollOn Austria, für jene Österreicherinnen und Österreicher die Stimme zu erheben, die nicht in der Lage sind es selbst zu tun.

Einer christlichen Partei müsste es ein Herzensanliegen sein, die Bedürfnisse und die Achtung von menschlichem Leben mit Behinderung, vorbildlich klarer in Worte zu fassen und zu vertreten als alle anderen.

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Schon seit 28 Jahren setze ich alle Kraft dafür ein, dass in unserer Gesellschaft auch diejenigen nicht übersehen werden, die im Sinne einer rein wirtschaftlichen Denkweise keine volle „Leistung“ erbringen können.
Es ist frostiger geworden für behinderte Menschen. Gentechnik, Pränatal-Diagnostik und liberalisierte Abtreibungsgesetze machen eugenische Denk-Wege salonfähig. Es baut sich spürbar neuer Druck auf – und der ist nicht von Menschlichkeit geprägt.

Familien mit einem behinderten Kind unterliegen in der Regel besonderen Belastungen. Sie berühren auch die nichtbehinderten Geschwister in ihrer persönlichen Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung - und das meist nicht nur am Rande, sondern ganz zentral und dauerhaft. Lieber Sebastian Kurz! Deshalb brauchen solche Familien dringend jede Unterstützung.

„Wir beanspruchen ein Umdenken in der Gesellschaft und Politik, dass Menschen mit Behinderung inkludiert und nicht selektiert werden.

Familien mit behinderten Kindern jeden Alters erwarten von der Politik und den Verwaltungen …

  • dass sie nicht immer als Bittsteller gesehen und behandelt werden, wenn sie für ihre Kinder Leistungen des Sozial- und Gesundheitssystems in Anspruch nehmen
  • die krankengymnastische Behandlung des Kindes ist keine Freizeitmaßnahme, der angepasste Rollstuhl kein Prestigeobjekt und „Geilomobil“
  • die Gesetzgebung für behinderte Menschen, die endlich sicherstellt, dass Behinderung nicht arm macht, Familien mit behinderten Kindern Raum für Beruf, für Freizeit, Bildung und Kultur lässt, wie anderen Familien auch

 

“Einer trage des anderen Last“ heißt es in der Bibel (Gal 6, 2) und fast an gleicher Stelle steht:“… was der Mensch sät, wird er ernten.

„Das sind Grundsätze und ein klares Menschenbild (gelesen auf Ihrer Homepage) an das ich Sie und Ihre Parteikolleginnen und Kollegen nicht nur erinnern möchte, sondern ich erlaube mir deren Erfüllung von Ihnen einzufordern.

Für alle, die nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen - für alle die um ihren Unterhalt, um Hilfe und Unterstützung, ja um die Erhaltung ihrer Menschenwürde kämpfen müssen - für alle besonders belasteten Familien, – für Geborene und Ungeborene - für Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen erbitte/erwarte ich von Ihnen einen vorbildlichen Herzens-Einsatz als Spitzenkandidat jener Partei, die bisher stets mein Vertrauen genießen durfte.

Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria – „Wir sind behindert“

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