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Offen g'red

offen gred bei rollon austria

Themen ansprechen, die uns Menschen mit Behinderungen kränken

RollOn-Obfrau Marianne Hengl: "Einige sehr bedenkliche und traurige Begebenheiten in der letzten Zeit, haben in mir einen Plan reifen lassen."

Mit einer neuen Rubrik „Offen g’red bei RollOn Austria“ werden wir, in Kooperation mit behinderten Kolleginnen und Kollegen aus ganz Österreich, Themen ansprechen, die uns Menschen mit Behinderungen kränken, entwürdigen und in keinem guten Licht präsentieren.

RollOn Austria hat sich seit 1989 zum Ziel gesetzt, die Anliegen und Interessen körper- und mehrfachbehinderter Menschen zu vertreten – unter besonderer Rücksichtnahme auf die Würde und den Lebenswert dieser Menschen.

Charmant aber bestimmt werden wir - mehr denn je - für unsere Würde einstehen und sind sehr zuversichtlich, dass wir durch diese Aktion authentische Botschafter und Unterstützer gewinnen werden.

Eure Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria

RollOn-Obfrau Marianne Hengl: "Meine Erfahrungen sollten den Kindern Mut und Kraft geben. Unsere Behinderung ist ein Teil von uns … und wir lernen gemeinsam mit dieser großen Herausforderung zu leben."

indexDie Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen - in der NMS und PTS für körperbehinderte Kinder, General-Keyes-Str. 4, 5020 Salzburg - waren auch für mich wieder eine ganz wichtige und schöne Erfahrung, freut sich RollOn-Obfrau Marianne Hengl

Es kommt immer wieder vor, dass das Parkverbot auf Behindertenparkplätzen von nicht berechtigten Personen missachtet wird. Was passiert, wenn ein behinderter Mensch alle Behindertenparkplätze besetzt findet und sich auf einen „normalen“ Parkplatz stellen muss?

Es kommt sehr häufig vor, dass mann/frau eingeparkt wird, d.h. sie nicht mehr zum Auto kommen, da der Abstand zu schmal war. Das bedeutet: verzweifelt warten müssen, bis der Nachbar zu seinem abgestellten Fahrzeug zurückkommt, was manchmal sehr, sehr lange dauern kann.
Man bedenke auch, dass meist von normalen Abstellplätzen zum Gehsteig keine Abschrägungen vorhanden sind und dadurch die große Gefahr des Umkippens für RollstuhlfahrerInnen besteht. Für gehbehinderte Menschen heißt dies, dass sie längere Wegstrecken zurücklegen müssen, um ans Ziel zu gelangen.

- Katharina Wiesmüller, Kaprun - Salzburg

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Als Bittsteller und Opfer bezeichnet zu werden ist oft sehr entwürdigend, das sind jedoch häufig gewählte Darstellungsformen über Menschen mit Behinderungen.
Ja, viele von uns sind täglich auf Hilfe angewiesen und trotzdem wünschen wir uns, dass sich so manche "Seitenblicke-Menschen" dabei nicht ständig rühmen und bei jeder Gelegenheit öffentlichkeitswirksam „ihr soziales Federl anstecken“, wenn sie für uns Gutes tun.

Marianne Hengl, Obfrau RollOn Austria

Foto von Marianne1

Egal ob als Obfrau des Vereins RollOn Austria, ob als Initiatorin der ORF-Fernsehsendung „Gipfel-Sieg“ oder als Erfinderin der Radio-Sendung „Stehaufmenschen“, die sie gemeinsam mit Rainer Perle moderiert, steht sie als Powerfrau an der Front. Rainer Perle hat sie jetzt auch in die Radio Tirol Nahaufnahme eingeladen.

Rainer und Marianne

Hengl trifft Bloéb: „Die Liebe stand immer über allem“

RollOn-Geschäftsführerin Marianne Hengl traf Schauspieler Gregor Bloéb zu einem Gespräch über seine Familie, das Glück von späten Schicksalsschlägen und die Frage nach dem Sinn des Lebens.

TT Interview mit Gregor Bloeb

Jeden Sommer lädt Marianne Hengl, Geschäftsführerin des Vereins RollOn Austria, für die Tiroler Tageszeitung bekannte Persönlichkeiten zu einem Gespräch. Dieses Jahr hat sie den Schauspieler Gregor Bloéb auf seinem Ansitz hoch über Pfaffenhofen getroffen. Mit ihm sprach Hengl über seine Familie, die Suche nach dem Sinn des Lebens und das Glück von späten Schicksalsschlägen.

RollOn Obfrau Marianne Hengl: "Im Sommer, wenn es ein bisschen ruhiger ist, habe ich die ganz große Ehre für die Salzburger Nachrichten und für die Tiroler Tageszeitung ein Sommergespräch mit bekannten Menschen zu führen. Anfang Juli durfte ich Sepp Forcher in Liefering besuchen und wir haben über unser Dasein gesprochen. Für mich ein unbeschreiblicher Augenblick, den ich sehr gerne mit Euch teilen möchte. Im Anhang das Interview, welches am 24.08.18 in den Salzburger Nachrichten zu lesen war.

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im Gespräch

Marianne Hengl im Interview mit Benni und Marlies Raich für die Salzburger Nachrichten

Ein Gespräch über behinderte Menschen in der Gesellschaft, Berührungsängste, Erziehung und das Leben während und nach der Skikarriere.

was zaehlt im leben wirklich marlies und benni raich im gespraech 41 72581362Sportredakteur Christian Mortsch, hat das Interview für die Salzburger Nachrichten niedergeschrieben.

Dass sich ausgerechnet dann die vermeintlich engsten Vertrauten nicht mehr melden, wenn man sie am dringendsten braucht, weiß auch Alexander Pointner, den RollOn-Austria-Geschäftsführerin Marianne Hengl zu ihrem traditionellen Sommergespräch geladen hat. Nach dem Suizidversuch seiner Tochter Nina, an deren Folgen sie 2015 nach 13 Monaten im Wachkoma starb, schien die Welt für den ehemaligen Erfolgscoach und seine Familie von einem Moment auf den anderen still zu stehen.

06.08.17 Tiroler Tageszeitung

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„Sieger haben viele Gesichter“

Der eine ist ein sportlicher Sieger, der im Rampenlicht steht und eine sportliche Bilderbuch-Karriere hingelegt hat. Die andere ist eine Siegerin im Stillen. „Für einen schwer behinderten Menschen ist es ein ebenso großer Sieg, wenn er nach drei Jahren erstmals ohne fremde Hilfe aus der Badewanne steigen kann“, sagt Marianne Hengl, die Obfrau des Vereins RollOn Austria, der sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzt.

Von Marianne Hengl stammt auch diese Idee für ein ungewöhnliches Interview zwischen zwei Siegern aus zwei völlig verschiedenen Welten, das von Michael Smejkal für die Salzburger Nachrichten aufgezeichnet wurde.

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Hengl: Letzte Woche war in meiner ORF III -Fernsehsendung „Gipfel-Sieg“ Kira Grünberg zu Gast. Auf die Frage, was in der Zeit nach ihrem Unfall der größte Erfolg war, meinte Kira strahlend: „Ich wollte als erstes unbedingt lernen mir wieder alleine die Zähne zu putzen, anfangs war das gar nicht so leicht und jetzt funktionieren die Handgriffe schon wieder ganz normal.“ Marcel, wenn dich so ein Schicksal ereilen würde, wie würdest du dein Leben in den Griff bekommen?

Hirscher: Das alles ist schwer vorstellbar. Wenn ich so eine Geschichte höre, macht mich das natürlich sehr betroffen. Für jemand, der sich in seinem Leben wie ich vergleichsweise nur mit Luxusproblemen herumgeschlagen hat, ist dies nicht zu beantworten.

RollOn-Obfrau Marianne Hengl plauderte am 26.07 - für die Tiroler Tageszeitung - mit Starfotografin Inge Prader über Schönheitsideale, Selbstwahrnehmung und die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Marianne und Inge Prader

Marianne Hengl: „Worauf kommt es deiner Meinung nach im Leben an?“

Inge Prader: „Ich habe das Ziel, dass ich am Ende des Tages in den Spiegel schauen kann und mich nicht genieren muss“, antwortet die Starfotografin. Wenn sie drei Wünsche frei hätte, dann würde sie sich angesichts der aktuellen Meldungslage rund um den Globus Hunger, Kriege und Gewalt wegwünschen.

Was danach kommt, wenn das Leben zu Ende ist?

Inge Prader: „Ja, da bin ich auch schon sehr gespannt“, lacht Inge Prader. Konkrete Bilder, wie es sein könnte, hat sie nicht mehr. „Ich bin in Tirol aufgewachsen und katholisch geprägt und hatte daher früher diese typische Vorstellung vom Himmel.“ Heute will sie sich einfach überraschen lassen.

Marianne Hengl hingegen hat eine ziemlich konkrete Vorstellung, was sie erwartet.

Marianne Hengl: „Ich erinnere mich an meinen leider verstorbenen Großvater, der früher ganz viele Schafe hatte“, erzählt Hengl. „Wenn ich einmal hinübergehe, wird er mich mit der ganzen Herde abholen und ins andere Leben führen. Es gibt dann dort keine Räder und keinen Rollstuhl mehr. Und ich werde gehen.“ Aber nicht in ihren pinkfarbenen Schuhen, die auf dieser Welt zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Nein. Marianne Hengl lacht: „Im Himmel trage ich High Heels.“

Das ganze Interview in der Tiroler Tageszeitung lesen Sie hier: pdf26.07.16_Tiroler_Tageszeitung.pdf1.18 MB