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„Sie haben doch genug mit sich und ihrer Behinderung zu tun, dann sollten sie wenigstens auf eigene Kinder verzichten!“

Die Elternschaft von behinderten Menschen ist leider noch immer ein gesellschaftliches Tabu! Doch ich habe mich davon nicht von meinem Traum – eine eigene Familie zu haben – abhalten lassen.

Sabrina Nitz: "Ich bin Rollstuhlfahrerin und eine stolze Mama von einem gesunden 7-jährigen Jungen. Aufgrund meiner starken körperlichen Behinderung nehme ich Assistenzleistungen für meine Pflege, den Haushalt und für Freizeitaktivitäten in Anspruch. Gleichzeitig habe ich die Aufgabe, mein Kind gut zu betreuen und zu versorgen. Dies ist für mich möglich, durch die Hilfe meiner Persönlichen Assistentinnen und dank der großartigen Unterstützung meines Lebenspartners und meiner Mutter. So kann ich ein selbstbestimmtes Leben führen und all die unterschiedlichsten Rollen – Lebenspartnerin, Mutter, Hausfrau und Angestellte – des Lebens wahrnehmen, wie eine Frau ohne Behinderung auch."

Behinderung und Elternschaft sind gut miteinander vereinbar, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten vorhanden sind. Wichtig dabei ist: Sich vorher klar zu machen, was ich alles für mein Kind tun kann und in welchen Bereichen ich Hilfe benötige. Das bedeutet Inklusion leben!

- Sabrina Nitz, Behindertenaktivistin Reiz - Selbstbestimmt Leben, Vorarlberg

Sabrina und Jaimi