Marianne Hengl im Gespräch mit Lukas Müller in der 10. ONLINE-Serie der Tiroler Tageszeitung „LICHTblicke & WEGweiser“

Marianne Hengl und Lukas Müller

Lukas Müller war ein "Adler-Juwel", holte drei Mal WM-Gold bei den Junioren, flog in Planica 214 Meter weit – dann änderte ein Sturz sein Leben. Als Vorspringer beim Skifliegen am Kulm schlug er 2019 mit 120 km/h aus sieben Metern Höhe auf. Seither sitzt er inkomplett querschnittgelähmt im Rollstuhl. "Für mich war die Zeit im Rehabilitationszentrum Häring sehr wichtig. Die Geschichten und die Schicksale mitzuerleben und zu denken, die hat es noch viel härter getroffen und wenn sie das hinbekommen, dann will ich das auch schaffen."

"Ich bin froh über jeden Schritt, den ich machen kann. Aber ich sitze noch immer 99 Prozent des Tages im Rollstuhl". Wie sich Schritte für ihn anfühlen? "Es ist, wie wenn du eine 380-Kilovolt-Leitung an ein Kopfhörerkabel anschließt.“
Bremsen lässt sich der 29-jährige Kärntner nicht. Er startete eine Ausbildung zum Skisprung-Trainer, arbeitet als Vermögensberater – und schaut zuversichtlich in die die Zukunft, denn „ich kann nur ändern was vor mir liegt und nicht was hinter mir liegt.“
In seinem Alltag ist der Sturz am Kulm stets präsent: "Es war alles wie in Zeitlupe. Du fliegst durch die Luft, wartest auf den Aufprall. Ich dachte: 'Warum dauert das so lange?' Seit dem Einschlag habe ich ein anderes Leben. Aber ich merke jeden Tag, was ich trotzdem noch alles machen kann.“

Als "LICHTblick-Pate" dieser 10. Folge engagiert sich die Volksbank Tirol.

Marianne Hengl und ihre Gesprächsreihe " LICHTblicke & WEGweiser". Der Obfrau von RollOn Austria ist es seit jeher ein großes Anliegen, Menschen mit ihren ganz speziellen Lebensgeschichten und Lebenserfahrungen vor den Vorhang – sprich, auf die Bühne – zu holen. Sie will mit ihren Gästen positive Impulse und Botschaften die Mut machen aussenden – gerade jetzt in diesen herausfordernden Zeiten.